Adventszweige – kleine Glaskugeln

Für meine Adventszweige habe ich mir kleine Glaskugeln gestaltet. Ich hatte noch Kerzen von letzten Jahr und wollte den Kerzenwachs gerne in  Glaskugeln schmelzen. (Im letzten Jahr hatte ich größere Glaskugeln mit Wachs gestaltet.) Ich raspelte mir einige Stücke Wachs und gab sie in das Glas, schloss es wieder und benutzte eine Klammer um die Kugel über das Heißluftgerät zu halten. Leider war das Kerzenwachs nach dem Schmelzen und Verlaufen im Glas nicht mehr so schön blau wie vorher…und so entschied ich mich für einen Bienenwachsblock. Silbernes Wachs hatte ich auch noch, aber leider schmolz es nicht in der Kugel.

Kleine Glaskugeln
Kleine Glaskugeln

Weihnachtskugeln (Glas)

Im Internet hatte ich Glaskugeln gesehen, die innen mit Wachs gestaltet waren, von schnell und einfach war die Rede…

  • Aufhängung der Glaskugel entfernen
  • Stückchen eines Wachsmalstiftes in das Innere der Glaskugel geben
  • Mit einem Heißluftgerät von außen das Wachs schmelzen
  • Kugel dabei drehen

Naja, bei mir klappte es nicht so…

bei meinen ersten Versuchen hatte ich die Kugel in der linken Hand, mit der rechten Hand habe ich den Föhn gehalten – das war nichts!

Ich hatte keine Hitzeschutzhandschuhe an – das war nichts!

Ich habe zu viel Wachs genommen – das war nichts!

Entstanden waren 3 Kugeln, die stark  (zu stark) mit Wachs gefüllt waren.

Glaskugeln mit geschmolzenem Wachs
Glaskugeln mit geschmolzenem Wachs

Bei den folgenden Kugeln trug ich einen Hitzeschutzhandschuh und hielt die Kugel in meiner rechten Hand. Das Heißluftgerät war auf das Wachsstückchen gerichtet, der Wachs schmolz und die Kugel wurde gedreht, so dass Farbspuren entstanden.

Wachs schmilzt in der Kugel
Wachs schmilzt in der Kugel

So wie ich sie mir vorgestellt hatte wurden die Kugeln nicht… also anders…ich erhitze die Kugeln noch einmal, ließ flüssigen Wachs abtropfen und trug dann, nachdem die Kugeln abgekühlt waren, Schellack im Inneren auf. In der orangen Kugel sprang der Schellack so auf wie ich es besonders mag.

Nun mit Schellack
Nun mit Schellack

Die anderen Kugeln sehen bislang so aus:

aber ich werde sie (bis auf die weiße) noch mal ändern bis sie mir gefallen.

Enkaustik – Prinzessin Ilse

Auf einer DIN A 6 Karte habe ich „drunter und drüber“ gearbeitet: auf einem Textausschnitt „Prinzessin Ilse“ von Heinrich Heine folgten zwei Schichten Medium und ein wenig graues Wachs.

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Mit einer Häkelnadel, damit komme ich besser zurecht als mit den Zahnarzt-Werkzeugen, habe ich Wellen in das Wachs geritzt. Dann trug ich blaue Ölfarbe auf, wischte mit einem Baby-Pflegetuch die Farbe wieder weg, so dass nur die Rillen gefärbt waren.

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Auf der linken Seite rieb ich Silberfolie auf das Wachs. Blaues Wachs über der Folie und ein wenig Siegelwachs kamen noch hinzu.

 

 

Enkaustik – Farbwürfel

Manches braucht länger…

so geht es mir mit dem Farbwürfel (10 x 10 x 10 cm)

Zunächst hatte ich ihn weiß grundiert und dann mit farbigem Wachs bemalt.

Um den Farbflächen Struktur zu geben, habe ich einen Löffel über der Flamme des Gasbrenners erhitzt und ihn dann auf die Farbfläche gedrückt.

Das gefiel mir dann auch nicht so wirklich.

Am liebsten mag ich es ja wenn Wachs und Schellack gestalten…der naturfarbene Schellack war zu dunkel! Ich habe die Farbflächen neu angemalt, farblosen Schellack aufgetragen und geföhnt.

Der Würfel muss noch eine Weile warten, ehe ich weiß, was ihm fehlt… manches braucht länger…

 

 

Enkaustik – Fototransfer

Fotos mit Wachs zu bearbeiten hatte ich schon zu Beginn meiner Beschäftigung mit Encaustic ausprobiert, war aber nicht wirklich damit zufrieden.

Einen Ausschnitt dieses Bildes habe ich ausgedruckt. Eine Mini-Leinwand habe ich mit 3 Schichten Medium bestrichen und geföhnt. Der Bildausschnitt kam nun mit der bedruckten Seite auf die Leinwand. Mit einem Metalllöffel rieb ich das Papier ein. Die Druckerschwärze des Ausdrucks blieb auf dem Wachs, das Papier wurde zum Schluß mit Wasser abgerieben.

Heute würde ich ein Foto nur auf Holz transferieren, die Leinwand erwies sich als ungeeignet, das Holz des Rahmens „drückte“ durch.

Enkaustik – drunter und drüber

Kreiselstifte gab es neulich bei Tedi für 1 Euro.

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Ich ließ die Stifte kreiseln, sie hinterließen mir Farbspuren und  boten mir einen Untergrund für neue Enkaustikexperimente.

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Ich schnitt einen Ausschnitt aus dem Kreiselbild aus, klebte ihn auf Pappe, trug Medium und ein wenig graues Wachs auf.

Mit einem Zirkel und Zahnarztwerkzeugen ritzte ich Linien in das Wachs.

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Mit einem Ölfarbenstift färbte ich das Wachs ein. Die überstehende Farbe wischte ich mit einem Baby-Pflegetuch weg, so dass nur die Linien mit Farbe gefüllt waren.

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Schnäppchen

Manchmal entdecke ich Materialien im Vorübergehen oder im Angebot…

Bei Depot gab es Pappel-Ast-Scheiben für 2,99 Euro.

Bei Tedi Kreiselstifte für 1,00 Euro.

Bei Rossmann gab es ein Blattmetall- Bastelset in Gold und Silber für je 1,99 Euro.

Bei Tedi gab es  4 Geschenkanhänger aus Holz für 1 Euro.

Enkaustik – Schmuck

Heute wurde es mal Zeit, mir zu meiner neuen „Beschäftigung“ Schmuck zu gestalten. Das war eher ein spontaner Einfall und ich wollte aus dem, was ich an Material habe, gestalten:

Kettenanhängerfassung, Ringfassung, Enkaustik-Experimente auf Memorykarten

Die Memorykarten sind schwer zu schneiden und es gelang mir nicht, den gewählten Ausschnitt passend zuzuschneiden.

Als völlig ungeeignet erwiesen sich meine Enkaustik-Schellack-Experimente auf Papier, das Wachs platzte ab. Für diese Karten hatte ich  als erstes Saeta-Wachs aufgetragen, ob es daran lag, weiß ich nicht. Die Memory-Karten habe ich als erstes mit Medium bestrichen, geföhnt, dann blaues Wachs, geföhnt, Schellack, geföhnt. Sie sind natürlich auch dicker als die Enkaustik-Karten.

Aus einer anderen Memorykarte gelang mir mein „Enkaustik-Schmuck“ 😉

Update 20.09.2016

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In meinem Kommentar sprach ich von Schmuckfassungen mit Glaskuppeln, hier meine Versuche mit Miniaturfiguren und Enkaustik.

 

Das Enkaustikbild ist nun optimal geschützt.

Die Glaskuppeln sind sehr tief, ich würde sie eher mit 3 dimensionalen Objekten bestücken als mit einem Enkaustikbild…  oder mit einer Objektcollage… mal sehen 😉

Update 22.09.2016

Manche Online-Händler sind ja superschnell: Ware gestern bestellt und heute erhalten 😉

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Ein Uhrenglas aus Plexiglas schützt nun das Encaustic-Bild. So gefällt mir der Kettenanhänger schon viel besser 😉

 

Enkaustik – Struktur

Bislang hatte ich Enkaustik in kleinen Formaten ausprobiert. Meine Versuche in großen Formaten gefielen mir nicht…  Ein Versuch lag vor ein paar Tagen auf meinem Arbeitstisch:

ein Encausticbord in der Größe 26 x 20 x 4 cm (das gehörte zu dem Starterset von R&F). Ich hatte es in verschiedenen Blautönen bemalt, geföhnt, dann Schellack, Pastell, Ölfarben, dann noch mal anders … es wirkte nicht…

Ich entschloss mich, dem Bild eine Struktur zu geben, indem ich abgekühlten Wachs auftrug. Das hatte ich noch nicht ausprobiert. Dazu taucht man den Pinsel  in das erhitzte Medium, lässt das Wachs abkühlen und pinselt es dann auf, je kälter das Wachs desto feiner die Strukturen.

An einigen Stellen war ich zu ungeduldig, das Wachs war noch nicht genug abgekühlt und  es entstand eine zu „dichte“ Wachsfläche. (Learning by doing.). Das Schöne an Enkaustik-Malerei ist, dass ein Bild jederzeit geändert werden kann: Wegschaben, Drübermalen, Erhitzen (mit dem Heißluftgerät oder Gasbrenner). Das Bild bekam noch ein wenig blauen Wachs und Schellack.

 

Die Strukturen in den Ecken des Bildes gingen durch das Abbrennen des Schellacks verloren, das Wachs schmolz und es entstand eine glatte Fläche.

 

Enkaustik – Bilder in den Bildern

Schon bei den ersten Enkaustik-Versuchen war ich überrascht von dem, was da vor meinen Augen entstand, ohne dass ich es beeinflusst hatte, es war einfach da.

Vom Maleisen tropfte das Wachs – das war nicht beabsichtigt – und die Sonne war da! Ein paar Figuren scheinen sich da zu treffen.

Der grüne Kopf war nur durch Bügeln entstanden, das Auge habe ich durch etwas Wegschaben des Wachses verstärkt.

Ein Vogel

Wer guckt denn da?

Zwei, die sich gefunden haben

Erinnert mich an Viktoria, eine Pappmaschee-Figur, die mal gemacht hatte.

Mr. Sergeant – der Schellack sprang nicht so auf, wie ich es erwartet hatte

Schutzengel – auch hier reagierte der Schellack auf seine Weise

Baby – Wachs und Schellack haben es geboren!

Janus – vorwärts und rückwärts – ebenfalls weder beabsichtigt, geplant oder gesteuert, war einfach da.

Ich finde es spannend, nach den Bildern in den Bildern Ausschau zu halten.

Meistens sehe ich die Bilder während des Entstehens gar nicht, weil ich mit der Technik oder dem nächsten Arbeitsschritt beschäftigt bin. So habe ich die Frau mit Hut in „Mosaike in Arbeit“ erst später auf dem Foto entdeckt.

Diese Frau mit Hut erinnert mich sehr an Bilder von August Macke. Und noch eine Frau mit Hut,

sie erinnert mich an ein Bild von Matisse und oben rechts ein Fuchs wie von Marc.

Und zwei Mosaik-Teile muss ich Ihnen noch zeigen.

Das linke Bild erinnert mich an Ägypten, den Kopfschmuck und den Kragen oder Halsschmuck der Pharaonen. So eine Karnevalsverkleidung hatte ich mir mal vor vielen Jahren aus Pappmaschee gemacht. Die feinen Gesichtszüge in der Mitte des linken Bildes finde ich „unglaublich“, mir fehlt ein passendes Wort. Wissen Sie eines?

Mosaike 1

Meine Mosaike für Menschen, die in meinem Leben ein wichtiges Mosaikteil sind

Im Original wirken Mosaike je nach Lichtverhältnissen, Ansicht und Winkel immer wieder anders.

Wenn Sie die Mosaike genauer betrachten wollen, klicken Sie auf das Foto, es öffnet sich ein neues Fenster mit einer größeren Version des Fotos 😉 Verdrehen Sie ruhig den Kopf, die Teile und Mosaike wirken je nach Ansicht anders;-)

 

Für jede Mosaik-Serie habe ich mehr Mosaikteile gemacht als ich brauchte. Jeweils ein Mosaikteil habe ich für mein Mosaik verarbeitet. Der Rahmen sollte sich schon bald als zu klein erweisen…

 

Experimente auf Mini-Leinwand

Jemand hatte mir erzählt, dass Schellack auf Papier nicht gut zur Geltung kommt, besser wären Leinwand oder Holz.

Eine Mini-Leinwand auf einer kleinen Staffelei war schnell besorgt. Es wurden dann doch mehrere.

Um  Wachs auf die Leinwand zu bringen, wird es erhitzt, damit es  flüssig wird und mit einem Borstenpinsel aufgetragen werden kann. Ein Maleisen kann mit ein paar einfachen Handgriffen zu einer Malplatte umgebaut werden, die Temperatur des Maleisens lässt sich regulieren und so hat man die ideale „Schmelzfläche“ für die Wachse mit den verschiedenen Schmelzpunkten – zumindest für den Anfang.

  • Zunächst eine Schicht Saeta-Wachs auf die Leinwand aufpinseln
  • eine Schicht Farbwachs
  • Schellack
  • föhnen
  • fertig

Mittlerweile benutze ich Medium als erste Schicht, föhne sie, dann Farbwachs, föhnen, Schellack, föhnen.

Encaustic-Schellack-Mini-Leinwand
Encaustic und Schellack auf Mini-Leinwand
Mini-Leinwände Encaustic-Schellack
Mini-Leinwände Encaustic-Schellack
Wachs und Schellack auf Mini-Leinwand
Wachs und Schellack auf Mini-Leinwand

 

 

 

Die Anfänge

Eine Freundin hatte mich gefragt, ob ich schon einmal Enkaustik ausprobiert hätte.

Hm, Laternen hatte ich gebastelt: Architektenpapier zuschneiden, mit Wachsmalstiften bemalen, mit den bemalten Seiten nach innen falten, Schmierpapier drüber und bügeln. Durch die Hitze des Bügeleisens schmolz das Wachs, verlief und es ergaben sich wunderschöne Farbverläufe in leuchtenden Farben. Allerdings nur mit Wachsmalstiften, die aus Bienenwachs hergestellt wurden.

Ich kaufte mir ein Enkaustik-Starterset und los ging es.

Starterset
Starterset

Enkaustikwachse werden auf dem Maleisen (ein kleines spezielles Bügeleisen) geschmolzen und dann in verschiedenen Bügeltechniken auf Enkaustik-Malkarten aufgebracht.

Dazu gibt es im Internet viele Anleitungen und Videos.

Meine „Bügel-Erstlinge“

Bügel-Erstlinge
Bügel-Erstlinge

Hier ein Bügel-Erstling in groß

Bügel-Erstling
Bügel-Erstling

Nun folgten meine „Schellack-Erstlinge“

Schellack wurde auf das gebügelte Wachs aufgetragen und geföhnt

Schellack-Erstlinge
Schellack-Erstlinge
Schellack-Erstling
Schellack-Erstling

Mr. Sergeant wurde von mir gerahmt. Um Wachsbilder hinter Glas zu rahmen, benötigt man ein Künstler-Passepartout. Meine Passepartouts habe ich mir in einer Galerie anfertigen lassen.

 

 

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