Enkaustik – Fototransfer

Fotos mit Wachs zu bearbeiten hatte ich schon zu Beginn meiner Beschäftigung mit Encaustic ausprobiert, war aber nicht wirklich damit zufrieden.

Einen Ausschnitt dieses Bildes habe ich ausgedruckt. Eine Mini-Leinwand habe ich mit 3 Schichten Medium bestrichen und geföhnt. Der Bildausschnitt kam nun mit der bedruckten Seite auf die Leinwand. Mit einem Metalllöffel rieb ich das Papier ein. Die Druckerschwärze des Ausdrucks blieb auf dem Wachs, das Papier wurde zum Schluß mit Wasser abgerieben.

Heute würde ich ein Foto nur auf Holz transferieren, die Leinwand erwies sich als ungeeignet, das Holz des Rahmens „drückte“ durch.

Enkaustik – drunter und drüber

Kreiselstifte gab es neulich bei Tedi für 1 Euro.

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Ich ließ die Stifte kreiseln, sie hinterließen mir Farbspuren und  boten mir einen Untergrund für neue Enkaustikexperimente.

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Ich schnitt einen Ausschnitt aus dem Kreiselbild aus, klebte ihn auf Pappe, trug Medium und ein wenig graues Wachs auf.

Mit einem Zirkel und Zahnarztwerkzeugen ritzte ich Linien in das Wachs.

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Mit einem Ölfarbenstift färbte ich das Wachs ein. Die überstehende Farbe wischte ich mit einem Baby-Pflegetuch weg, so dass nur die Linien mit Farbe gefüllt waren.

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Schnäppchen

Manchmal entdecke ich Materialien im Vorübergehen oder im Angebot…

Bei Depot gab es Pappel-Ast-Scheiben für 2,99 Euro.

Bei Tedi Kreiselstifte für 1,00 Euro.

Bei Rossmann gab es ein Blattmetall- Bastelset in Gold und Silber für je 1,99 Euro.

Bei Tedi gab es  4 Geschenkanhänger aus Holz für 1 Euro.

Aus der Wachsküche

Medium besteht aus weißem Bienenwachs und Dammar Harz:

Das Mischungsverhältnis wird von Künstlern und Verkäufern meist so  angegeben:  8 Teile Wachs zu 1-2 Teilen Dammar

Ich nahm 8 Teile Wachs und 1 1/2 Teile Dammar für meine ersten Versuche.

Bienenwachs und Dammar haben unterschiedliche Schmelzpunkte. Es gibt 2 Vorgehensweisen, die beide klappen:

erst das Bienenwachs schmelzen (Schmelzpunkt: 61-65 Grad Celsius), dann das Harz dazugeben  und die Temperatur erhöhen (Schmelzpunkt des Harzes: 75 Grad Celsius), gut umrühren, Dammar klumpt zwischendurch und zieht Fäden

erst Dammar mit ein wenig Bienenwachs schmelzen, Temperatur herunterschalten und das Bienenwachs dazugeben, immer wieder gut durchrühren

Die Mischung aus Bienenwachs und Dammar noch einige Minuten ziehen lassen.

Dann wird das Medium durch einen Filter gegossen, ich habe einen Teefilter und ein Metallsieb benutzt. Im Dammar sind viele Natur“reste“ eingeschlossen, die nun herausgefiltert werden.

Auf einem Elektrogrill entstehen meine farbigen Wachse. Mit einem Grilloberflächenthermometer kann ich die Temperatur des Grills kontrollieren, sie darf nicht über 100 Grad Celsius ansteigen. Diesen Grill muss ich öfter „nachregeln“. Es gibt auch Malplatten, die konstant eine Temperatur halten.

In Katzenfutterdosen mische ich Ölfarben mit dem heißen Medium, rühre immer wieder um und gieße dann das farbige Wachs in Muffinformen aus Silikon.

Nach dem Erkalten des Wachses kann ich meine Farbblöcke leicht aus den Formen lösen.

 

Enkaustik – Schmuck

Heute wurde es mal Zeit, mir zu meiner neuen „Beschäftigung“ Schmuck zu gestalten. Das war eher ein spontaner Einfall und ich wollte aus dem, was ich an Material habe, gestalten:

Kettenanhängerfassung, Ringfassung, Enkaustik-Experimente auf Memorykarten

Die Memorykarten sind schwer zu schneiden und es gelang mir nicht, den gewählten Ausschnitt passend zuzuschneiden.

Als völlig ungeeignet erwiesen sich meine Enkaustik-Schellack-Experimente auf Papier, das Wachs platzte ab. Für diese Karten hatte ich  als erstes Saeta-Wachs aufgetragen, ob es daran lag, weiß ich nicht. Die Memory-Karten habe ich als erstes mit Medium bestrichen, geföhnt, dann blaues Wachs, geföhnt, Schellack, geföhnt. Sie sind natürlich auch dicker als die Enkaustik-Karten.

Aus einer anderen Memorykarte gelang mir mein „Enkaustik-Schmuck“ 😉

Update 20.09.2016

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In meinem Kommentar sprach ich von Schmuckfassungen mit Glaskuppeln, hier meine Versuche mit Miniaturfiguren und Enkaustik.

 

Das Enkaustikbild ist nun optimal geschützt.

Die Glaskuppeln sind sehr tief, ich würde sie eher mit 3 dimensionalen Objekten bestücken als mit einem Enkaustikbild…  oder mit einer Objektcollage… mal sehen 😉

Update 22.09.2016

Manche Online-Händler sind ja superschnell: Ware gestern bestellt und heute erhalten 😉

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Ein Uhrenglas aus Plexiglas schützt nun das Encaustic-Bild. So gefällt mir der Kettenanhänger schon viel besser 😉

 

Enkaustik – Struktur

Bislang hatte ich Enkaustik in kleinen Formaten ausprobiert. Meine Versuche in großen Formaten gefielen mir nicht…  Ein Versuch lag vor ein paar Tagen auf meinem Arbeitstisch:

ein Encausticbord in der Größe 26 x 20 x 4 cm (das gehörte zu dem Starterset von R&F). Ich hatte es in verschiedenen Blautönen bemalt, geföhnt, dann Schellack, Pastell, Ölfarben, dann noch mal anders … es wirkte nicht…

Ich entschloss mich, dem Bild eine Struktur zu geben, indem ich abgekühlten Wachs auftrug. Das hatte ich noch nicht ausprobiert. Dazu taucht man den Pinsel  in das erhitzte Medium, lässt das Wachs abkühlen und pinselt es dann auf, je kälter das Wachs desto feiner die Strukturen.

An einigen Stellen war ich zu ungeduldig, das Wachs war noch nicht genug abgekühlt und  es entstand eine zu „dichte“ Wachsfläche. (Learning by doing.). Das Schöne an Enkaustik-Malerei ist, dass ein Bild jederzeit geändert werden kann: Wegschaben, Drübermalen, Erhitzen (mit dem Heißluftgerät oder Gasbrenner). Das Bild bekam noch ein wenig blauen Wachs und Schellack.

 

Die Strukturen in den Ecken des Bildes gingen durch das Abbrennen des Schellacks verloren, das Wachs schmolz und es entstand eine glatte Fläche.

 

Mosaike 1

Meine Mosaike für Menschen, die in meinem Leben ein wichtiges Mosaikteil sind

Im Original wirken Mosaike je nach Lichtverhältnissen, Ansicht und Winkel immer wieder anders.

Wenn Sie die Mosaike genauer betrachten wollen, klicken Sie auf das Foto, es öffnet sich ein neues Fenster mit einer größeren Version des Fotos 😉 Verdrehen Sie ruhig den Kopf, die Teile und Mosaike wirken je nach Ansicht anders;-)

 

Für jede Mosaik-Serie habe ich mehr Mosaikteile gemacht als ich brauchte. Jeweils ein Mosaikteil habe ich für mein Mosaik verarbeitet. Der Rahmen sollte sich schon bald als zu klein erweisen…

 

Experimente mit Tusche

Im Internet hatte ich Enkaustik-Bilder gesehen, in denen „alcohol ink“ verarbeitet war.

Zu dem Zeitpunkt konnte ich keinen Anbieter in Deutschland ausfindig machen, der Alkohol-Tusche im Angebot hatte. Ich wollte auch nicht warten bis eine Lieferung aus den USA bei mir eintraf.

Also stellte ich mir meine alcohol inks selbst her:

links: Brennspiritus mit „drawing ink“, (laut Anweisung im Internet soll man „India ink“ dazu verwenden, es sind meist Anleitungen aus Amerika und ich hatte nur Zeichentusche), Zeichentusche in eine kleine Flasche geben, mit Brennspiritus auffüllen, Flasche schließen, schütteln.

Mitte: Brennspiritus mit der Mine eines Permanent Markers, ist ein wenig friemelig, die Mine aus dem Marker zu bekommen, lohnt sich aber, die Mine wird dann in eine kleine Flasche gegeben und mit Brennspiritus aufgefüllt, Flasche schließen, die Farbe aus der Mine löst sich nicht immer sofort, dann ein wenig ziehen lassen, schütteln. Die Tusche gefällt mir am besten!

rechts: Brennspiritus mit zerriebener Pastelkreide. Pastellkreide zerreiben und in eine kleine Flasche füllen, mit Brennspiritus auffüllen, Flasche schließen, schütteln. Da half auch ganz vieles Schütteln nicht, die Kreide setzte sich immer am Boden ab.

Auf  mit Medium grundierte Holzplatten wurden alle Tuschen mit einem Pinsel aufgetragen und dann mit dem Gasbrenner entzündet, der Spiritus verbrennt (ACHTUNG: FEUER, feuerfeste Unterlage, Feuerlöscher in der Nähe, für Belüftung sorgen (Fenster auf)) und die Farbpigmente bleiben im Wachs.

Später habe ich die Tuschen in kleine Sprühflaschen gefüllt, gesprüht und erneut abgebrannt. Es ergeben sich tolle Farbtupfen.

Die gekaufte, echte Alkohol-Tusche ist wesentlich farbintensiver und leichter anzuwenden.

Tusche auftropfen (Holz mit Medium)

abbrennen

 

fertig!

Rost-Experimente

Holz wurde zu meinem Lieblings-Malgrund.

Im Baumarkt kaufte ich mir Sperrholz und sägte es in verschiedenen Größen zu.

Es gibt sehr viele verschiedene Encaustic-Techniken. Hier nun:

Rostpapier

Kosmetik-Tuch mit Essig-Essenz-Wasser ansprühen, einen Metallgegenstand darauflegen, nach 2 Tagen hat sich Rost auf dem Tuch gebildet,

 

Tuch trocknen lassen, Holz mit Medium einpinseln, föhnen, Papier auflegen, Medium drüber, föhnen

 

Rostige Gegenstände (wie im Foto links: Unterlegscheiben) lassen sich prima einarbeiten.

 

Holz, Medium, Rostpapier, Medium, zum Schutz mit farblosem Schellack überzogen

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Holz, Medium, weißes Wachs, Rostpapier, Medium, mit Farbakzenten versehen