Freitag

und wieder gehen Zehntausende junger Menschen auf die Straße um für die Zukunft zu demonstrieren: Fridays for future!

Anfang der Siebziger Jahre hatte mein damaliger Erdkundelehrer unsere Klasse vor den Folgen des „Treibhausgases“ (FCKW, war damals in allen Spraydosen, Kühlschränken) gewarnt: Das Eis der Pole würde schmelzen und das Wasser würde große Teile Deutschland überfluten: Münster würde eine Hafenstadt werden.

Damals gab es noch keine Computer, keine Grafiken, die das Szenario veranschaulichen hätten können…Damals nahm ich mir meinen Atlas und betrachtete die Deutschlandkarte…

Finger auf dem Atlas
Finger auf dem Atlas

Heute ist es nicht mehr das FCKW… und man rechnet eher mit einem Anstieg der Meere um 66 m: Dortmund würde Hafenstadt!

Eine Grafik von National Geographic  habe ich dazu in der WELT online gesehen:

„Erderwärmung: Wenn der Meeresspiegel um 66 m steigen würde“

„Vor uns die Sinflut? „National Geographic“ zeigt, welche Folgen die Überflutung hätte, wenn Gletscher und Polkappen abschmelzen würden

Quelle: National Geographic“

 

Aus dieser Karte habe ich einen Ausschnitt gewählt, spiegelverkehrt mit einem Laserdrucker ausgedruckt und wollte ihn mit Fototransfer Potch auf eine Baumwolltasche übertragen. In der Anleitung steht: auch für Textilien geeignet. Das war bei mir dann nichts: Die Farbe hielt nicht überall, „Farblöcher“ entstanden! Wahrscheinlich ist der Ausdruck zu farbig, vielleicht eignen sich Schriftzüge besser oder es lag am Stoff, den ich nicht vorbehandelt hatte…

Tasche-1
Tasche-1

Im Internet hatte ich gelesen, dass man/frau auch Lavendelöl zum Übertragen von Laserdruck-Fotos verwenden kann. Also ein neuer Versuch: das Logo „Fridays for Future“ (kann man/frau sich auf der Internetsite herunterladen) wollte ich auf der Rückseite der Tasche aufbringen, zurecht schneiden und es dann in einem Stickrahmen rahmen. Dieser Versuch ging bei mir dann auch gründlich daneben: die Farbe ließ sich weder durch Rubbeln mit einer Löffelkante noch durch Bügeln übertragen …es muss am Stoff gelegen haben.

Tasche-2
Tasche-2

3. und letzter Versuch!

Fototransfer auf Tyvek: das hat geklappt! Mit Tyvek hatte ich vor längerem  experimentiert zunächst für Schmuck . Die Karte hatte ich länger trocknen lassen, deshalb ist das Ergebnis besser. Das Plakat von „Fridays for Future“ (kann man/frau sich im Internet herunterladen) hatte ich mit Foto Potch aufgebracht und mit dem Föhn getrocknet, stand in der Anleitung, würde ich aber nicht empfehlen – das Weltall hat auch einen Grauschleier, der durch das Lackieren eigentlich verschwinden sollte… naja passt ja auch!

Tasche-3
Tasche-3

Die Knitterfalten entstanden dadurch, dass ich die Tasche rechts auf rechts mit der Nähmaschine zusammengenäht habe und dann gewendet habe.

Diese Tasche werde ich für kleine Einkäufe benutzen – nicht nur freitags!

Treibholz-Engel

Die Natur ist  der beste Baumeister, was ein Blick in meine Treibholz-Kiste wieder einmal bewies, mir sprangen die geeigneten Hölzer sofort ins Auge.

Treibholz-Engel-1
Treibholz-Engel-1

Körper und Flügel klebte ich mit der Klebepistole zusammen. In den Engelskörper und den Sockel bohrte ich ein Loch und verband beide mit einem Stück Draht.

Treibholz-Engel-2
Treibholz-Engel-2

 

Challenge – ohne Plastiknetz – 4

Plastiknetze – was man/frau damit machen kann – oder auch nicht… Teil 4 der Challenge

Im Zuge der Berichterstattung über den Plastikmüll in den Weltmeeren habe ich viele Bilder gesehen, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen: da wurde einer kleinen Wasserschildkröte ein Strohhalm aus dem blutigem Maul gezogen…eine andere Wasserschildkröte war wohl in ihrer Wachstumsphase in das Plastikteil einer Getränkedosenverpackung geraten/eingeklemmt, war nun missgebildet und schwamm immer noch mit dem Plastikteil durch das Meer…

Bei Tedi gab es Wassertiere als Radiergummis (1,50 Euro). Ich brachte es nicht übers Herz diese Radiergummi-Wasserschildkröte zu „verletzen“ und so entstand das Objekt: Mein Wunsch für die Wasserschildkröten: ein Meer ohne Plastikmüll.

Und ein Objekt ohne Plastiknetz!

Wasserschildkröte
Wasserschildkröte

Challenge – Plastiknetz – 2

Plastiknetze – was man/frau damit machen kann… Teil 2 der Challenge

Heute habe ich erst einmal den Schmelzpunkt der Plastiknetze herausgefunden. Diese Plastiknetze schmelzen bei 200 Grad Celsius, anderer Plastikmüll (Folien, Verpackungen) schmilzt bei etwa 140 Grad Celsisus.  Mein Heißluftgerät zeigt die Temperatur an. Ich habe bei geöffnetem Fenster gearbeitet, weil (wahrscheinlich) giftige Dämpfe entstehen.

Gestalten wollte ich unsere Welt, die im Plastikmüll versinkt… Vor vielen Jahren hatte ich bei ebay Schlüsselanhänger in Form einer Weltkugel ersteigert. Diese Weltkugeln mussten aus einer Fehlproduktion stammen: eher oval als rund, die Kontinente passten nicht genau zusammen.  Naja, auf unserer Erde stimmt ja auch so einiges nicht… und so hatte ich die Weltkugeln zu Ojekten „Kurz die Welt retten“ verarbeitet.

Es soll um den Plastikmüll auf unserem Planeten gehen. Nehme ich den Objektrahmen, den ich gezimmert hatte oder vielleicht eine Plastik-Pralinen-Verpackung?

Plastiknetz - Objekt - Erde
Plastiknetz – Objekt – Erde

Es wurde der Holzrahmen.

Die Welt versinkt im Plastikmüll
Die Welt versinkt im Plastikmüll

 

31. Oktober 2017

Heute vor 500 Jahren hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt, so wird es seit Jahrhunderten überliefert.  Der 31. Oktober wird als „Reformationstag“ gefeiert, als der Tag, an dem Martin Luther die Katholische Kirche reformieren wollte, in dem er 95 Thesen aufstellte und diese diskutieren wollte. Sie waren eine Anklage gegen die katholische Kirche und gleichzeitig, wie sich später herausstellen sollte, der Beginn einer neuen Glaubensrichtung.

Objekt zu 500 Jahren Reformation

31.10.1517
31.10.1517

 

Ausschnitt aus den 95 Thesen
Ausschnitt aus den 95 Thesen

Für das Objekt habe ich eine verkleinerte Kopie des Fotos „95Thesen“ (Wikipedia) benutzt. Das gedruckte Original stammt von Melchior Lotter d.J., 1522, Wittenberg.

 

Einstein und die Mathematik

„Klasse“, dachte ich, als mir in der Uni in Berlin Einstein vor die Fotolinse lief.


Foto: Einstein mit dem Zitat:
„MACH DIR KEINE
SORGEN WEGEN DEINER
SCHWIERIGKEITEN
MIT DER MATHEMATIK.
ICH KANN DIR
VERSICHERN,DASS MEINE
NOCH GRÖSSER SIND…“

Albert Einstein
1915-1929
Lehrender für Physik an der
Friedrich-Wilhelms-Universität

Abakus

Kurz die Welt retten

Heute hat das EU-Parlament den Weg für das Pariser Klima-Abkommen frei gemacht: Ab 2020 müssen die Vertragspartner die Klimaschutzvorgaben umsetzen.

„Nur noch kurz die Welt retten“ sang Tim Bendzko 2011…

kurz-die-Welt
kurz-die-Welt

Mein Objekt stammt auch aus dem Jahr und ist nach wie vor aktuell.

Berlin 1989 – ein echtes Stück deutscher Geschichte

Am Montag, den 03.10.2016 ist Feiertag…

Tag der Deutschen Einheit.

Als Kind war ich zu Besuch bei Freunden der Familie in der ehemaligen DDR. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie geanu wir und unser Gepäck von den Grenzbeamten untersucht wurden…

Klassenfahrt 1976: Wir standen weit vor dem Brandenburger Tor …  und blickten auf die Maueranlagen…

für mich unvorstellbar, dass diese Mauer einmal fallen würde…doch sie fiel!

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Am 09.11.1989 fiel die Mauer in Berlin!

Der 20. Jahrestag war für mich ein Anlass, einem meiner Mauerstücke einen würdigem Rahmen zu verleihen.

Aus Kiefernholz habe ich einen Rahmen gefertigt.

Das Mauerstück stammt aus dem Bereich „Baumschulenweg“, dem Teil der Berliner Mauer, der von 1961 bis 1989 die Stadtteile Neukölln (West) und Treptow (Ost) trennte.

Einen „Mauerspecht“ habe ich hinzugefügt.