Einkaufen in Corona-Zeiten

Ab heute gilt Masken-Pflicht beim Einkaufen.

Masken hatte ich reichlich genäht und verschenkt.

Dann wollte meine Nähmaschine keinen Zickzackstich mehr nähen: mal nähte sie 3 Stiche dann einen  Gradstich,  mal 7 Stiche und  dann 2 Gradstiche…der Nahtauftrenner wurde zum Werkzeug des Tages…und ich zum Fehlersucher…auseinander bauen der Maschine, reinigen und ölen…alles vergeblich…woran kann es noch liegen? An den Nadeln?  Neue hatte ich doch schon ausprobiert… Hatte ich ein falsches Fabrikat?

Ich fuhr zu dem Stoffgeschäft vor Ort, war ja wieder geöffnet, und wollte neue Nähmaschinennadeln kaufen, es war der Tag, an dem NRW beschlossen hatte, die Maskenpflicht  beim Einkaufen einzuführen. Wen verwunderte es da, dass sich eine lange Schlange vor dem Geschäft gebildet hatte…es dauerte, was ja auch okay ist…aber nur für die Nähmaschinennadeln solange anstehen? Ich nahm  noch einfache Webware mit.

Auch mit den neuen Nadeln wollte die Maschine keinen Zickzackstich nähen, aber der Gradstich klappte…also wandelte ich das Maskenmodell von Schnittenliebe noch einmal ab: Größe, Gradstich statt Zickzackstich, Hefter-Drahtbügel eingenäht, Evolonvlies eingenäht. Für das Modell von Annas Nähschule braucht man ja keinen Zickzackstich, das klappte.

Einkaufen in Corona-Zeiten
Einkaufen in Corona-Zeiten

Die Masken bekamen noch ein Band, damit ich sie um den Hals hängen kann. Einen Schrägbandformer hatte ich vor längerer Zeit gekauft aber noch nie ausprobiert, nun kam er zum Einsatz. Stoffstreifen im 45 Grad-Winkel in passender Breite zuschneiden, einfädeln, durch den Former ziehen, bügeln, falten, nähen, fertig.

Schrägbandformer
Schrägbandformer

Beim Einkaufen habe ich gerne die Hände frei, deshalb brauchte ich noch ein Täschchen für die Schlüssel und das Geld.

Eine „Fold over-Tasche“ hatte ich mal gesehen,  Fold over-Tasche klingt besser als „darüber gefaltete Tasche“ 😉

Ich machte mal so wie ich dachte, dass es klappen könnte: schnitt die Webware, Bügelvlies und Futter zu, bügelte das Vlies auf, nähte die Stoffe an den kurzen Seiten von links (schöne Seiten innen) aufeinander, legte dann die Nähte genau aufeinander, so dass nun beide Futterstoffteile und die beiden Webwarenteile (rechts auf rechts, die schönen Seiten innen) aufeinander lagen, steppte dann bis auf eine Wendeöffnung im Futterstoffteil einmal rundherum ab. Für den Taschenboden faltete ich die  4 Ecken auseinander, legte die Nähte genau aufeinander, zeichnete mir die Breite auf und steppte ab. Die Ecken schnitt ich bis auf eine Nahtzugabe zurück. Nun konnte die Tasche gewendet  und die Wendeöffnung geschlossen werden. Die obere Kante der Tasche steppte ich noch einmal kanppkantig ab.  Ich brachte insgesamt 8 Ösen an, was nicht so leicht war, das Vlies war ziemlich dick. Nun noch zwei kurze Kordeln an den Seiten durchfädeln und mit eine langer Kordel verknoten. Fertig.

Fold over-Tasche 1
Fold over-Tasche 1

Die zweite Fold over-Tasche nähte ich wie in vielen Anleitungen im Internet beschrieben, war aber nicht so wirklich damit zufrieden…

Fold over - Verschluss
Fold over – Verschluss

Eine Fold over -Tasche braucht eigentlich keinen Verschluss aber bei dieser Tasche stand der obere Teil immer so ab, was mir nicht gefiel. Wie nun ändern?  Ein Magnetverschluss könnte Abhilfe schaffen, dachte ich und brachte ihn an. Da hatte ich wohl nicht richtig überlegt, der obere Teil stand immer noch ab, Magnet saß fest.. eine Lasche mit einem Teil des Magnetverschusses an der Außenseite anzubringen, wäre es gewesen…also blieb nur noch eine Lasche aus Gurtband und ein Klettverschluss…war blöd zu nähen um den Magnetverschluss. So sieht sie nun aus. Durch den Klettverschluss kann ich sie auch im „Nicht gefalteten“-Zustand tragen 😉

Fold over- Tasche 2
Fold over – Tasche 2

Am Ende der Nähstunden musste ich doch noch mal den Zickzackstich ausprobieren und siehe da: die Maschine näht wieder Zickzack…sie hat das Haargummi versäubert 😉

Masken, Haargummi, Hülle
Masken, Haargummi, Hülle

Nun bin ich für das Einkaufen in Corona-Zeiten ausgestattet 😉

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2 Gedanken zu „Einkaufen in Corona-Zeiten“

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