Enkaustik – Bilder in den Bildern

Schon bei den ersten Enkaustik-Versuchen war ich überrascht von dem, was da vor meinen Augen entstand, ohne dass ich es beeinflusst hatte, es war einfach da.

Vom Maleisen tropfte das Wachs – das war nicht beabsichtigt – und die Sonne war da! Ein paar Figuren scheinen sich da zu treffen.

Der grüne Kopf war nur durch Bügeln entstanden, das Auge habe ich durch etwas Wegschaben des Wachses verstärkt.

Ein Vogel

Wer guckt denn da?

Zwei, die sich gefunden haben

Erinnert mich an Viktoria, eine Pappmaschee-Figur, die mal gemacht hatte.

Mr. Sergeant – der Schellack sprang nicht so auf, wie ich es erwartet hatte

Schutzengel – auch hier reagierte der Schellack auf seine Weise

Baby – Wachs und Schellack haben es geboren!

Janus – vorwärts und rückwärts – ebenfalls weder beabsichtigt, geplant oder gesteuert, war einfach da.

Ich finde es spannend, nach den Bildern in den Bildern Ausschau zu halten.

Meistens sehe ich die Bilder während des Entstehens gar nicht, weil ich mit der Technik oder dem nächsten Arbeitsschritt beschäftigt bin. So habe ich die Frau mit Hut in „Mosaike in Arbeit“ erst später auf dem Foto entdeckt.

Diese Frau mit Hut erinnert mich sehr an Bilder von August Macke. Und noch eine Frau mit Hut,

sie erinnert mich an ein Bild von Matisse und oben rechts ein Fuchs wie von Marc.

Und zwei Mosaik-Teile muss ich Ihnen noch zeigen.

Das linke Bild erinnert mich an Ägypten, den Kopfschmuck und den Kragen oder Halsschmuck der Pharaonen. So eine Karnevalsverkleidung hatte ich mir mal vor vielen Jahren aus Pappmaschee gemacht. Die feinen Gesichtszüge in der Mitte des linken Bildes finde ich „unglaublich“, mir fehlt ein passendes Wort. Wissen Sie eines?

5 Gedanken zu „Enkaustik – Bilder in den Bildern“

  1. Eine Frau mit Hut à là Macke suche ich in dem Bild vergeblich, aber ich schlage für das Gesicht im unteren linken Bild den Namen „Lilith“ vor…

      1. Das liest sich jetzt bestimmt ganz läppisch, aber ich habe mal z. Zt. meiner Ausbildung (!) ein Buch gelesen, das blau war und es ging um die mystische Gestalt der Lilith. Daran musste ich sofort denken, als ich Dein Bild sah. Das Gehirn ist schon ein spannendes Körperteil…

    1. Du hast mich als „Kleopatras Tochter“ verkleidet erlebt, Inge 😉
      Unser „Sehen“ des Bildes ist durch unser Erlebnis geprägt.
      Jeder „sieht“ anders … und das finde ich spannend, es gibt kein richtig oder falsch

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